Alte Hofhaltung
Bamberg
Staatliches Hochbauamt Bamberg
Die Alte Hofhaltung, ehemals Residenz der Bamberger Bischöfe und im Kern aus der Zeit Heinrich II, im Laufe der Jahrhunderte vielfach verändert, beherbergt seit vielen Jahren das Historische Museum der Stadt Bamberg.
neuer Windfang für den Haupteingang
ebenerdiger Zugang für Rollstuhlfahrer
Verbindungssteg
Verbindungssteg
Lph 1-8
Bauzeit 2001
2002, Anerkennung, BDA Preis Franken
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„Eigentlich war alles schon beschlossen: die behindertengerechte Verbindung zwischen Renaissance- und Heinrichsbau sollte als so genannte „Wehrgangslösung“ realisiert werden, das heißt als Übergang im ersten Obergeschoss in „traditioneller“ Bauweise mit Fachwerk und Biberschwanzdeckung, ungeachtet der damit verbundenen notwendigen und erheblichen Eingriffe in den historischen Bestand und der Beeinträchtigung der Blickbeziehungen zwischen Kaiserdom und Alter Hofhaltung. Viel Mühe und Überredungskunst kostete es also, bis das heutige Ergebnis realisiert werden konnte, und das eindeutig zeitgemäß: Die Verbindung erfolgt im Erdgeschoss unter Beibehaltung der jahrhundertalten Wegebeziehung zwischen Dom und Hofhaltung durch die Südpforte. Konstruktiv wurde der Steg als Sandwich-Platte ausgeführt, die sich dreiseitig mit begehbaren Gläsern vom Bestand absetzt, wie ein „eingestelltes Möbel“. Der Bereich unter dem Steg wird durch diese Maßnahme zudem von Tageslicht erhellt, die indirekte künstliche Beleuchtung des Übergangs konnte ohne Installationsschlitze und Lampen an den historischen Gebäuden ausgeführt werden. Als zeitgenössischer Mosaikstein, der das Vorhandene respektiert ohne Anbiederung oder Stilimitation, fügt sich der neue Verbindungssteg nun reversibel in die 1000-jährige Baugeschichte ein, reduziert in Abmessung, Form und Dimension als überzeugender Beitrag zum in Bamberg alltäglichen Bauen im Bestand.”
(Aus Architektur Jahrbuch Bayern 2002, Rüdiger Klein, Bayerische Architektenkammer)
Neugestaltung Eingangsbereich
Lph 1-8
Bauzeit 1998
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Bei striktem Erhalt der historischen Bausubstanz und Ablesbarkeit der „Zeitschichten“ wurde der bislang kaum auffindbare Museumseingang durch grazile Glas-Vordach- und Windfang-Konstruktionen akzentuiert. Mit dem Einbau einer eingestellten Galeriekonstruktion aus Stahl und einer den historischen Kellerabgang überbrückenden Glasbrücke konnte ein barrierefreier Zugang zum Museums-Aufzug realisiert werden.
Funktional erforderliche Garderobenfächer und bei Bedarf ausklappbare Sammelgarderoben sowie die Thekenauslage mit integrierten Vitrinen, Postkarten- und Plakatauslagen sind als ablesbar neue Einbaumöbel in den sogenannten „Reichssaal“ eingefügt.