| „Eigentlich war alles schon beschlossen:
die behindertengerechte Verbindung zwischen Renaissance- und Heinrichsbau sollte als so genannte „Wehrgangslösung“ realisiert werden, das heißt als Übergang im ersten Obergeschoss in „traditioneller“ Bauweise im Fachwerk und Biberschwanzdeckung, ungeachtet der damit verbundenen notwendigen und erheblichen Eingriffe in den historischen Bestand und der Beeinträchtigung der Blickbeziehungen zwischen Kaiserdom und Alter Hofhaltung.
Viel Mühe und Überredungskunst kostete es also, bis das heutige Ergebnis realisiert werden konnte, und das eindeutig zeitgemäß: Die Verbindung erfolgt im Erdgeschoss unter Beibehaltung der jahrhundertealten Wegebeziehung zwischen Dom und Hofhaltung durch die Südpforte.
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Konstruktiv wurde der Steg als Sandwich-Platte ausgeführt, die sich dreiseitig mit begehbaren Gläsern vom Bestand absetzt, wie ein „eingestelltes Möbel“.
Der Bereich unter dem Steg wird durch diese Maßnahme zudem von Tageslicht erhellt, die indirekte künstliche Beleuchtung des Übergangs konnte ohne Installationsschlitze und Lampen an den historischen Gebäuden ausgeführt werden.
Als zeitgenössischer Mosaikstein, der das Vorhandene respektiert ohne Anbiederung oder Stilimitation, fügt sich der neue Verbindungssteg nun reversibel in die 1000-jährige Baugeschichte ein, reduziert in Abmessung, Form und Dimension als überzeugender Beitrag zum in Bamberg alltäglichen Bauen im Bestand.“ (Aus Architektur Jahrbuch 2002, Rüdiger Klein) |